
Weithin sichtbar liegt in der nur 20 km von Ihrem Ferienapartment
entfernten Gemeinde Panschwitz-Kuckau zwischen Bautzen
und Kamenz an der Via Regia
das eng mit der Kultur der katholischen Sorben
verbundene Zisterzienserinnen-Kloster St. Marienstern.
Das Gemeinschaftsleben im Kloster ist geprägt durch den Wechsel von
Gebet, Lesung und Arbeit. Die kanonischen Stundengebete
erklingen im Kloster St. Marienstern ununterbrochen seit 750 Jahren: 4.30
Uhr Vigil (die Nachtwache), 6.00 Uhr Laudes (das Morgenlob), 6.50 Uhr
Kapitel (im Kapitelsaal), 7.00 Uhr Eucharistiefeier, anschl. Terz (das
Gebet zur 3. Stunde), 11.30 Uhr Sext und Non (Mittagshoren, Gebet zur
sechsten bzw. neunten Stunde), 17.00 Uhr Vesper (Sa./So. 16.30 Uhr) und
um 19.00 Uhr Komplet (das Gebet zur Nacht). Die historischen Gemäuer
des einst zu den größten Grundherrschaften der Oberlausitz
gehörenden, im Jahre 1248 gestifteten Klosters liegen direkt am Klosterwasser,
das seinen Namen vom katholischen Kloster erhielt und seinen Weg neben
der Schwarzen Elster überwiegend durch dessen frühere Besitztümer
nimmt. Der vielseitige Austausch zwischen Geist und Welt
zählt im
Kloster
St. Marienstern zum Selbstverständnis. Mit der Äbtissin
widmen sich noch heute 19
Zisterzienserinnen
mit einem Altersdurchschnitt von knapp 60 Jahren dem feierlichen Stundengebet,
der Seelsorge und den in Haus und Garten anfallenden
Arbeiten. In den Wohnbereichen des Maria-Martha-Heimes sind ca. 90 behinderte
Menschen untergebracht, deren Betreuung, Ausbildung und Beschäftigung
sich die Nonnen zur Aufgabe gemacht haben. Teile des
Klosters, wie die spätgotische Hallenkirche mit
dem mittelalterlichen Raumeindruck, der Klostergarten,
das Klostermuseum und die gepflegten Außenanlagen
stehen jederzeit zur Besichtigung offen (
Buchtipp: "St.
Marienstern: Der Stifter, sein Kloster und die Kunst Mitteleuropas im
13. Jahrhundert").
Im Klosterladen können neben vielen anderen Produkten Devotionalien,
Bücher, Kerzen, Postkarten sowie Klosterbier und -likör erworben
werden. Das Klosterstübl sorgt in freundlichem Ambiente
für Ihr leibliches Wohl. Regelmäßig finden im Kloster (Saft-)Fastenwochen
nach Buchinger unter Begleitung von geprüften Fastenleiterinnen statt.
Alljährlich lädt das Kloster um Mariä Himmelfahrt zum Kräutersonntag
in das Ernährungs- und Kräuterzentrum des Klosters
ein. Zur ökumenischen Andacht im 6000 m² großen Garten des
Klosters lassen viele Besucher am Kräutersonntag einen Kräuterstrauß
segnen, um diesen mit besonderer Heilwirkung mit nach Hause
zu nehmen (
Buchtipp: "Heilkraft
der Klosterernährung"). Im Kräutergarten wachsen über 150
verschiedene Kräuterarten und -sorten. Der Kräutersonntag,
von dem auch unsere Fotos stammen und an dem Sie natürlich verschiedenste
Kräuter- und Naturprodukte vorort käuflich erwerben
können, verspricht insgesamt ein erlebnisreicher Familiennachmittag
zu werden. Dafür sorgen u.a. Livemusik, Bastel- und Spielangebote für
Kinder oder die Einladung zu einem Kräuterfußbad im Klosterwasser.
Aber auch und vielleicht gerade dann, wenn mal "nichts los" ist
im Kloster St. Marienstern, finden Sie innerhalb der uralten Klostermauern
Ruhe und den so selten gewordenen Abstand vom Trubel des Alltags. Gönnen
Sie es sich!
Übrigens: Vielleicht begegnen Sie bei einem Spaziergang durch Panschwitz-Kuckau ja einmal unserem sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich, der hier mit seiner Familie lebt.
Sehenswerte Städte, Burgen und Schlösser, Landschaftparks, Badeseen und viele weitere Ausflugstipps
Radtouren durch die Lausitz, die Sie direkt von Ihrer Ferienwohnung aus starten können
Vorschläge für Wandertouren durch die Sächsische Schweiz und das Lausitzer Bergland