Die Rakotzbrücke im Kromlauer Park

Rakotzbrücke Kromlauer Park

Zum Park- und Blütenfest, welches alljährlich zu Pfingsten stattfindet, zieht der Azaleen- und Rhododendronpark Kromlau mehrere zehntausend Besucher an. Die in der Mitte des 19. Jahrhunderts auf Anregung und im Auftrag des Gutsbesitzers Friedrich Herrmann Rötschke entstandene Parkanlage wurde im Jahre 1948 zum Naturschutzgebiet erklärt. Der Kromlauer Park ist das ganze Jahr über bei freiem Eintritt geöffnet. Der ca. 200 ha große Landschaftspark liegt im Ortsteil Kromlau der Gemeinde Gablenz im Landkreis Görlitz und gilt als die größte Rhododendron-Freilandanlage in Form eines Landschaftsparks in Deutschland. Wir haben den Kromlauer Park im Spätsommer besucht, weshalb wir Ihnen hier (noch) keine Fotos von der Blütenpracht zeigen können. Wir werden dies aber baldmöglichst nachholen, deshalb schauen Sie doch einfach wieder einmal hier vorbei. Eine besondere Sehenswürdigkeit im Kromlauer Park können wir Ihnen aber schon heute präsentieren: Die Rakotzbrücke, im Volksmund auch Teufelsbrücke genannt. Auch wenn selbst das Schild direkt an der Brücke die Bezeichnung Rackotzbrücke trägt, hat sich überwiegend die Schreibweise ohne "c" durchgesetzt. Die imposante Bogenbrücke wurde um 1860 in zehnjähriger Bauzeit von Friedrich Hermann Rötschke im Zuge der Parkbebauung aus Basalt- und Feldsteinen errichtet und überspannt den 35 m breiten Rakotzsee. Die Basaltsteine wurden seinerzeit mit Ochsenkarren aus den Steinbrüchen der Sächsischen Schweiz und Böhmen herangeschafft. Aus den sechskantigen Säulen entstanden Grotten, Höhlen, Pyramiden, der 'Richterstuhl', die 'Orgel' und 'Himmel und Hölle' als zum Teil eigenwillige Steingebilde am See und in der Umgebung des Parks. Eine aus dem 18. Jahrhundert stammende Herkules-Statue ziert eine großzügige Freitreppe am Ufer des Rakotzsees. Die Teufelsbrücke darf heute nicht mehr betreten werden. Besonders sehenswert ist die Spiegelung der Rakotzbrücke auf der Wasseroberfläche des Rakotzsees. Die Brücke und ihr Spiegelbild verschmelzen zu einem makellosen Kreis. Dieser außergewöhnliche Anblick ist bei professionellen Fotografen ein beliebtes Motiv. Neben unseren Laienfotos finden Sie im Internet fantastische Profi-Aufnahmen der Teufelsbrücke. Die besondere Atmosphäre und Einzigartigkeit dieses Ortes kann jedoch nur der Besucher vorort erleben, dehalb sei Ihnen ein Besuch der Rakotzbrücke besonders ans Herz gelegt. Bei unseren bereits mehrfachen Besuchen sind wir vorort übrigens keinem Menschen begegnet. Auf der Bank am Ufer des Sees kann man mit direktem Blick zur Brücke und die Ruhe genießend wunderbar seinen Gedanken nachhängen und dabei dieses aussergewöhnliche Bauwerk in der naturnahen Umgebung bestaunen.

Foto Nr. von 43

Rhododendronpark Grüngräbchen

Für Liebhaber farbenfroher Blumen gibt es ganz in der Nähe von Bernsdorf ein weiteres Juwel: Den Azaleen- und Rhododendronpark der Baumschule Seidel in Grüngräbchen. Seit 250 Jahren widmen sich inzwischen über 7 Generationen der Familie Seidel dem Gärtnerberuf. Gern besuchen wir den gepflegten Park des traditionsreichen Familienunternehmens während der Blütezeit, um uns neue Pflanzen für unseren Garten auszusuchen oder einfach nur einen Spaziergang durch das Blütenmeer zu machen. Bei unserem letzten Besuch hatten wir unseren Fotoapparat dabei und können Ihnen deshalb ein paar farbenfrohe Bilder aus Grüngräbchen zeigen (siehe Fotoalbum 2).

Ihr Kommentar

Besucher-Kommentare

Ein anonymer Besucher | 28.04.2013

Wir haben uns heute den Park angesehen und hätten uns gefreut, wenn es eine Tafel mit Informationen zur Brücke, Pyramiden, 'Richterstuhl', 'Orgel' und 'Himmel und Hölle' wie hier im Internet gegeben hätte.

Antwort:

Die Erhaltung und Pflege des Kromlauer Parks ist zu einem großen Teil dem Engagement des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz e.V., der Gemeinde Gablenz und vielen freiwilligen Helfern zu verdanken. Alljährlich findet hierfür z.B. ein traditioneller Arbeitseinsatz, das Kromlauer Parkseminar, statt. Darüber hinaus steht die Parkanlage für Besucher und Ausflügler kostenfrei offen, was nicht unbedingt selbstverständlich ist. Vor diesem Hintergrund erscheint es verzeihlich, dass noch nicht alles perfekt ist. Sicher wird in Zukunft auch der Information der Besucher über die Geschichte sowie architektonischen und botanischen Kostbarkeiten des Kromlauer Parks mit der Aufstellung weiterer Informationstafeln vorort noch besser Rechnung getragen werden.

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